04.07.19
Donnerstag, 04.07.19
Der erste Ferientag in Niedersachsen. Aber 112 Kids konnten heute noch nicht Ausschlafen, denn bereits für 8 Uhr morgens war das Treffen für die Abfahrt zum Lensterstrand angesetzt. Die ersten aufgeregten Kinder mit ihren noch viel aufgeregteren Eltern trudelten bereits um 07:30 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem SCL-Gelände ein. Allerdings hatten sie sich die mahnenden Worte von Freizeitleiter Olli Wild zu Herzen genommen und warteten mit dem Einchecken der Kinder noch bis die 21 ehrenamtlichen Betreuer ihren "letzten Kaffee in Ruhe für die nächsten 3 Wochen" ausgetrunken hatten.
Dann aber ging es los. Gut organisiert und routiniert nahmen die Betreuer die Dokumente "ihrer" Kinder entgegen - natürlich begleitet mit den letzten guten Ratschlägen der Eltern.
Leider hatten es auch in diesem Jahr wieder einige Eltern geschafft nicht alle nötigen Dokumente dabei zu haben und wollten irgendwie nicht verstehen weshalb Olli das nicht zu seinem Problem machen wollte. Auf die Frage was sie denn nun tun sollten antwortete Olli nur "Am Wichtigsten ist jetzt dass Sie aufpassen dass das Gepäck des Kindes nicht mit eingeladen wird, denn ohne die Dokumente fährt das Kind nicht mit" - Das schien zu wirken, denn plötzlich ging es dann doch und die Eltern fuhren nochmal los um die nötigen Dinge beizubringen. Wir möchten nicht wissen wie viele Verkehrsverstöße bei diesen Fahrten nach Hause begangen wurden....
Leider kamen wir in diesem Jahr nicht pünktlich los, denn die Reisebusse standen auf der Fahrt nach Langenhagen schon im Stau und die Fahrer mussten noch ihre Pausenzeiten einhalten.
Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch, und um 08:45 Uhr setzte sich der kleine Konvoi aus 2 Reisebussen, 2 Kleinbussen mit Anhänger und einem LKW in Bewegung. Apropos LKW - VIELEN DANK an dieser Stelle an Florian der sich sehr spontan 4 Tage vor Abfahrt spontan bereit erklärt hatte den LKW zu fahren!!
Hinsichtlich des Verkehrs auf der Strecke hatte die Crew kein gutes Gefühl, aber auch bewies sich wieder dass wir mit Möller Reisen aus Neustadt/H. das beste Busunternehmen der Welt gebucht haben - Alle Staus wurden geschickt umfahren. Aber auch das war mal wieder nicht der einzige Service den die Busfahrer boten - Nachdem Busfahrer Matthias auf der ersten Hälfte der Strecke den Bus aufgrund seiner hervorragenden Musikauswahl zum Partybus machte legte Chef Ralf Möller auf der zweiten Etappe nach und auch im zweiten Bus wurde gefeiert.
Super püntklich fuhren wir um 12:30 Uhr auf den Zeltplatz des KSV Neumünster. Das Gepäck wurde aus den Reisenbussen entladen und schon ging es zum Mittagessen. Man mag es vielleicht kaum glauben, aber obwohl es eine Gemüse-Kartoffelsuppe gab wurde nicht diskutiert oder gemeckert sondern richtig reingehauen.
Nach dem Essen wurde der LKW entladen, die Zelte wurden eingerichtet und der Aufbau unseres Camps begann. Um 15 Uhr ging es dann für alle Kids zum Spielplatz mit Aussichtsturm. Für dort hatten die Betreuer einige Spielaktionen vorbereitet um die Kids zu beschäftigen. Alle hatten riesigen Spaß. Währenddessen baute ein Teil der Betreuercrew zusammen mit dem ältesten Jungen- und Mädchenzelt weiter auf. Hier war mal wieder zu merken dass wir zu 90 Prozent "Widerholungstäter" dabei haben - Für die Jungs und Mädels war es selbstverständlich dass sie mit Aufbauen. Als Olli wagte zu fragen ob die großen Mädchen überhaupt noch gebraucht würden weil wir eigentlich schon sehr weit waren sagte Betreuerin Birte nur "Die wollen das Zirkuszelt mit Aufbauen. Ich sage denen nicht das sie nicht helfen dürfen".
Es bewies sich auch hier wieder dass die langjährige Erfahrung gepaart mit guter Teamarbeiteinfach das beste Rezept ist - Um 16:00 Uhr war alles fertig. Na ja, mit Ausnahme der Trampoline. Die großen Jungs mit Hilfe unserer beiden Jungbetreuer stellten sich hier und da doch ein wenig ungeschickt beim Aufbau der Geräte an. Aber schlussendlich wurden auch die Trampoline fertig.
Natürlich folgte nun eine Versammlung und Olli erklärte ein paar Regeln und wie es hier im Camp so läuft.
Die meisten grinsten nur - kennen wir doch alles schon. Irgendwie war es für alle wie "nach Hause kommen".
Entsprechend harmonisch verlief der Abend. Trotz des Windes und der deutlich sinkenden Temperaturen wurde gespielt, getanzt und Blödsinn gemacht als sei man schon seit Wochen hier.
Nachdem Paulchen Panther verkündet hatte das für heute wirklich Schluss ist funktioniert auch das mit der Nachtruhe, abgesehen von den üblichen Massenwanderungen zur Toilette, doch ziemlich gut. Und um 23 Uhr war totale Ruhe auf dem Platz. Deshalb wurden unter den Betreuern auch schon Wetten abgeschlossen ob man Geburtstagskind Linus um Mitternacht überhaupt wach bekommen würde.
Um Mitternacht ging die Crew also zum Zelt von Linus und - Linus war gar nicht da. Mit Händen in den Hosentaschen kam er breit grinsend von der Toilette zurück. Dann wurde das Geburtslied geschmettert und dann ging auch Linus zufrieden schlafen.